SSV Reutlingen 1905 Fußball Archiv bis September 2017

Verdienter Auswärtssieg gegen den Tabellenführer

Vor 561 Zuschauern gewann der SSV Reutlingen am Freitag-Abend verdient beim Spitzenreiter FC Nöttingen mit 1:3 (1:2). Ein Doppelpack von Eiberger und ein Treffer von Golinski ebnen den Weg zu drei Punkten.

Es war die beste Leistung des SSV in den vergangenen Wochen. So ist der Sieg gegen den FC Nöttingen, der an diesem Abend teilweise nicht wie eine Spitzenmannschaft agierte völlig verdient.

 

Der SSV stellte bereits früh die Weichen auf Sieg. Bereits in der 7. Minute war es Pierre Eiberger, der den Ball mit dem Rücken zum Tor über den Nöttinger Torwart zum 1:0 für die Roten einnetzte. Auch eine halbstündige Spielunterbrechung wegen ausgefallener Flutlichter brachte die Schützlinge von Murat Isik nicht aus dem Tritt. Nach Wiederanpfiff erhöhten die Gäste erneut durch Eiberger auf 2:0 (20.). Es war ein Tor zum "mit der Zunge schnalzen". Bischoff per Kopf auf Brandstetter, der weiter zu Eiberger, der kurz vor dem Tor den Ball annimmt, den Torwart stehen läßt und aus kurzer Distanz einschiebt.

 

Die Hausherren brauchten eine halbe Stunde, um erstmals zwingend vor das Tor von Timo Hammel zu kommen. Nach einem Freistoß knallt der Ball im Nachschuss an den Pfosten und von Hammels Rücken ins Toraus. Den nachfolgenden Eckball setzt der FCN-Angreifer per Kopf nur knapp neben das Tor. Hier hatten die Reutlinger zweimal Glück. Kurze Zeit später lud der SSV die Badener quasi ein den Anschlußtreffer zu erzielen. Ein katastrophaler Querpass in der Vorwärtsbewegung wird von den Hausherren aufgenommen. Schürg verwandelt in der 32. Minute eiskalt zum 1:2. Die übrigen Angriffe der Nöttinger endeten meist im Abseits. Vor dem Seitenwechsel hatte Brandstetter noch eine gute Möglichkeit mit einem Fernschuß, der vom Torsteher zur Ecke gelenkt werden konnte.

 

Nach dem Pausentee schlug der SSV das dritte Mal an diesem Abend zu. Erneut war Eiberger zu großem Teil am Treffer beteiligt. Er setzte sich auf der rechten Seite, nach einem ähnlich haarsträubenden Fehler, der auch zum Anschlußtreffer führte gut durch. Seinen scharfen Schuß konnte der FCN-Keeper nicht festhalten, so dass Golinski aus kurzer Distanz den Ball nur noch über die Linie drücken musste (50.). In der Folgezeit dann nur Halbchancen auf beiden Seiten.

 

Schenker setzt einen Freistoß deutlich über das Tor (52.), ebenso verfehlte ein Schuß der Hausherren das Ziel (56.). Auf Seiten des SSV hatten Bischoff (57.), Brandstetter (57.) und Baradel (77.) Chancen auf einen weiteren Treffer. In den letzten zehn Minuten erhöhten die Badener nochmals den Druck. Die Reutlinger Abwehr war jedoch nicht mehr zu bezwingen. Hammel hielt mit zwei tollen Paraden (84., 85.) den Sieg für die Gäste fest, bei denen Bischoff in der 89. Minute nach einem Konter allein vor dem Tor die große Chance auf den vierten Treffer vergab. Den Abschluß setzte dann der FCN mit einem Freistoß aus aussichtsreicher Position in der Nachspielzeit, der von Hammel mühelos pariert wurde.

 

So ging es mit dem 1:3 unter die Dusche. Der SSV an diesem Abend deutlich aggressiver in den Zeikämpfen und erfolgreicher bei der Chancenverwertung als zuletzt. Durch das torlose Unentschieden zwischen dem KSC II und Freiberg verbessern sich die Reutlinger auf Platz 5. Zum letzten Spiel vor der Winterpause am kommenden Samstag erwarten die 05er an der Kreuzeiche den Tabellenzweiten aus Walldorf, der dieses Wochenende zuhause gegen Ravensburg mit 1:2 den kürzeren zog.

 

Statistiken zum Spiel:


Aufstellungen +++ FCN: Kraski, Fuchs, Paseka, Brenner, Müller (25. Hofmann), Schenker (68. Mironow), Schmidt, Zachmann, Ozan, Schürg, Hohn +++ SSV: Hammel, Baradel, Hartmann, Ivezic, Schaschko (86. Thies), Schimmel, Eiberger (80. Botta), Golinski, Ricciardi, Bischoff, Brandstetter (71. Schiffel).


Tore: 0:1, 0:2 Eiberger (7., 20.), 1:2 Schürg (32.), 1:3 Golinski (50.)


Gelbe Karten: FCN (3) / SSV (5)


Ecken: FCN (5) / SSV (4)


Besondere Vorkommnisse: Das Spiel war in der ersten Halbzeit für ca. 30 Minuten unterbrochen, da nach zehn Minuten das Flutlicht ausgefallen war.